Tag 2
36 stunden später, und die trennung tut immer noch weh. vielleicht noch mehr. ich hatte zu viel zeit nachzudenken, und ich habe den abend mit meinem exfreund verbracht (es ist nämlich so, dass wir noch zusammen wohnen...). es war so schön, wir waren uns so nahe, und doch war es traurig, weil es schon bald nicht mehr so sein wird. mir kam der unerklärliche wunsch, mit ihm schlafen zu wollen, und er wollte es auch, aber wir haben nicht... wir haben auch nicht darüber geredet. was würde auch seine neue freundin dazu sagen? kaum ist sie im urlaub... und ich würde ihm das auch noch kaputt machen, kaum dass es beginnt. aber ist das meine sorge? habe ich nicht schon genug verantwortung übernommen in den letzten 3 jahren, habe ich mir nicht schon genug gedanken über sein wohlbefinden gemacht, vor allem in den letzten monaten nach unserer trennung? bin jetzt nicht ich mal an der reihe? ich frage mich die ganze zeit, wie es sich anfühlen würde, und was es ändern würde... würden wir im trennungsprozess einen schritt nach hinten gehen, oder gehört das vielleicht für uns dazu, so wie es auch dazu gehört, dass wir viel zeit miteinander verbringen und uns so nah sind? viele haben dazu eine meinung, und die lautet immer gleich: mit abstand wird das alles einfacher. aber wer legt fest, wie wir uns voneinander trennen sollen? wer hat überhaupt das recht, das zu verurteilen, was wir jetzt haben? bin ich nur naiv zu denken, dass es so funktionieren kann? oder ist das tatsächlich das beste für uns, um mit der trennung umzugehen? oder ist es für mich der angenehmste weg, und er geht ihn mit, weil er sich immer noch mehr erhofft? ich für meinen teil bin mir trotz allen trennungsschmerzes immer noch sicher, dass das der einzig richtige schritt für mich war. und er sagt, dass er mit seiner neuen freundin glücklich ist. ist das nur fassade, macht er mir oder (noch schlimmer) sich selbst nur was vor?
Engelchen und Teufelchen - 28. Jul, 09:30
